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MAPATHON - 27.02.2020

Trotz Regen und Schnee trafen sich 27 Teilnehmer in der  Mannheimer Abendakademie ("MAA").

Nach zwei Projekt-Präsentationen (zwecks "Rekruitierung") in den letzten Wochen (beim Goethe Institut und der MAA), gab es einige erstmalige Teilnehmer*innen. Da die Zusammenarbeit mit den Studentinnen der Hochschule Mannheim während der Semesterferien ruht, kamen als Tandem-Partner*innen mehrere "Langzeit-Mannheimer" zu Hilfe.

Wie immer wurden die Mappingaufgaben über das Portal HOT Tasking Manager definiert. Der Projektleiter präsentierte mehrere davon und überließ den Teilnehmenden die Auswahl.

Es wurde hauptsächlich auf Projekt 7650 in Uzbekistan gearbeitet. Die Satellitenbilder waren von guter Qualität aber die Aufgabe war nicht ganz einfach. Vor allem war es öfters schwierig, angrenzende von "angehängten" Konstruktionen zu unterscheiden. Dazu kam auch, dass nicht alle Gebäude rechtwinkelig waren, was den Zeitaufwand erhöhte (d.h. viele waren eher trapezförmig.) Das Kartografieren in diesem Projekt unterstützt die Arbeit vom Deutschen Roten Kreuz. Das Gebeit ist seismisch sehr aktiv (d.h. erdbebengefährdet). Darüber hinaus sind die Auswirkungen vom Klimawandel besonders spürbar. Es ist wichtig, vor allem im Fall einer Naturkatastrophe, über eine zuverlässige Karte der "Ausgangssitutation" zu verfügen.

Zum kleineren Ausmaß wurde auch auf Projekt 7888 im Tschad -- im Auftrag von Ärzten Ohne Grenzen -- kartografiert. Diese Gegend in der südwestlichen Ecke des Landes ist unweit von mehreren Krisenherden (Dafur, Sudan; Süd-Sudan; Zentralafrikanische Republik). Mit zuverlässigen Karten kann Ärzte Ohne Grenzen den Gesundheitszustand der Bevölkerung analysieren und, wo und wann immer es notwendig ist, schnell intervenieren.